Was vom Bruttolohn übrig bleibt

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Jedes Jahr aufs Neue fragen sich die Arbeitnehmer Deutschlands wieviel Netto vom Brutto übrig bleibt. Ständige Gesetzesänderungen im Steuerrecht sowie Anpassungen der Sozialversicherungsbeiträge wirken sich trotz unverändertem Bruttolohn auf das ausbezahlte Nettogehalt aus.

Bruttorechner ©flickr.com/401K

Nettolohn berechnen

Das Einkommen, hierbei handelt es sich entweder um ein festes Monatsgehalt oder um einen Stundenlohn, bildet die Grundlage zur Berechnung des Nettolohns. In einigen Gewerbezweigen werden das Gehalt bzw. der Stundenlohn nach Vorgabe eines Tarifvertrags bezahlt. Zusätzlich zum vereinbarten Gehalt bzw. Lohn werden oftmals zusätzliche Leistungen mit dem Arbeitgeber vereinbart, die wie zum Beispiel vermögenswirksame Leistungen der Steuer- und Sozialversicherungspflicht unterliegen oder wie Fahrgeld für Dienstfahrten mit dem eigenen PKW steuer- und sozialversicherungsbefreit sind.

Vom Gesamtbrutto, bestehend aus abgabepflichtigen und abgabefreien Lohnbestandteilen, wird zunächst Lohnsteuer, sowie gegebenenfalls Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag abgezogen. Auf die Höhe der Abgaben nehmen mehrere Faktoren Einfluss. Hierbei spielen das steuerpflichtige Einkommen, eventuelle Freibeträge, die Lohnsteuerklasse, Anzahl der auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Kinder, Kirchenzugehörigkeit und für die Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag der Wohnort, zu unterscheiden ist zwischen alten und neuen Bundesländern, eine Rolle.

Versicherungen und sonstige Abgaben

Zusätzlich werden Sozialversicherungsbeiträge, bestehend aus Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung, vom Einkommen einbehalten. Hierbei trägt der Arbeitnehmer jedoch nur den hälftigen Beitrag, sowie einen Zusatzeitrag in Höhe von 0,9% des sozialversicherungspflichtigen Einkommens zur Krankenversicherung und für Kinderlose ab dem vollendeten 23. Lebensjahr bzw. nach dem 31.12.1939 geborene in Höhe von 0,25% zur Pflegeversicherung. Die Beiträge zur Sozialversicherung werden jedoch höchstens von einer jährlich neu festgesetzten Beitragsbemessungsgrenze, diese variiert in den Versicherungszweigen Kranken-/Pflegeversicherung und Renten-/Arbeitslosenversicherung, berechnet. In den neuen Bundesländern liegen die Beitragsbemessungsgrenzen regelmäßig unter denen der alten Bundesländer.

Nach Abzug der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ergibt sich das monatliche Nettogehalt, welches nach eventuell weiteren Abzügen, wie zum Beispiel die vom Arbeitgeber für den Arbeitnehmer bezahlten vermögenswirksamen Leistungen, letztendlich zum Auszahlungsbetrag führt.


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