Jahresarbeitsentgeltgrenze und Krankenversicherung

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Die Jahresarbeitsentgeltgrenze, auch bekannt als Versicherungspflichtgrenze bestimmt die Höhe des jährlichen Brutto Arbeitsentgelt, ab welchem ein Arbeitnehmer nicht mehr verpflichtet ist einer gesetzlichen Krankenversicherung anzugehören.

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Die Jahresarbeitsentgeltgrenze legt somit die Marktabgrenzung zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung fest. Nicht verwechselt werden darf dieser Begriff mit der Beitragsbemessungsgrenze. Das Jahresarbeitsentgelt wird entweder berechnet vom letzten letzte Monats-Arbeitsengelt oder dem vereinbarten Brutto-Jahresgehalt. Bei Berechnung über das Monatsgehalt wird das letzte Monatsgehalt mal zwölf genommen und mögliche Zuschläge oder Urlaubs- Weihnachtsgeld hinzugezählt.

Jahresarbeitsentgeltgrenze

Gegen Arbeitsentgelt beschäftigte Angestellte und Arbeiter sind, wenn ihr Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt, über die gesetzliche Krankenversicherung versicherungspflichtig. Wer regelmäßig diese Grenze überschreitet ist versicherungsfrei, können also zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung selber wählen. Wenn ein Arbeitnehmer während des laufenden Kalenderjahres mit seinem Einkommen die Grenze nicht erreicht, tritt sofort die Versicherungspflicht ein.

Ab welchem Verdienst kann man seine Versicherungsart frei wählen?

Eine Sonderform der Versicherungspflichtgrenze liegt für Personen vor, die am 31.Dezember 2002 über eine private Krankenkasse vollversichert waren und an diesem Tag wegen Überschreitens der Grenze versicherungsfrei waren. Auf Antrag hin kann man sich unter gewissen Voraussetzungen von der gesetzliche Pflichtversicherung befreien lassen.

Dazu gehören beispielsweise Arbeitnehmer, deren jährliches Arbeitsentgelt 2012 50.850 Euro nicht überschreitet. Personen unter dieser Grenze unterliegen normalerweise der Kranken-und Pflegeversicherungspflicht. Ebenso Arbeitnehmer die 2004 versicherungsfrei waren, da ihr Jahresarbeitsentgelt 46.250 Euro überstieg. Davon Betroffene wurden ab 01. Januar 2005 pflege- und krankenversicherungspflichtig, wenn das Jahresarbeitsentgelt 2005 die Höhe von 46.800 Euro nicht überstieg und sie am 31. Dezember 2002 nicht in einer privaten Krankenversicherung zugehörig waren. Auch Arbeitnehmer, die am 31.12.2002 sowie auch im Jahr 2004 einer privaten Krankenversicherung angehörten, da ihr Jahresarbeitsentgelt über 41.850 Euro betrug wurden ab dem 01.01.2005 pflege- und krankenversicherungspflichtig, falls das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt 2005 die 42.300 Euro Grenz nicht überstieg. Aber auch privat versicherte Arbeitnehmer mit regelmäßigem Jahreseinkommen von mehr als 42.300 Euro blieben auch über 31.12.2004 hinaus pflege- und krankenversicherungsfrei.


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